Deutschlandradio begleitete uns: Home Staging in bewohnter Immobilie

Nach einer interessanten Anfrage vom Deutschlandradio Kultur, einen Beitrag über Home Staging senden wollen, luden wir die Reporterin Annette Weiss ein uns bei unserem aktuellen Projekt, eine bewohnte Immobilie in Tempelhof, zu begleiten.

Diese beeindruckende Wohnung im Wenckebachkiez sollte mit einem 1- Tages Staging verkaufsfertig gemacht werden.

Mit dabei war unsere Kooperationspartnerin Frau Tepas der Firma Raumgefühl sowie die Maklerin Bettina Bastgen.

Die Besichtigung des Objekts findet am Sonntag nachmittag statt. Im obersten Stockwerk eines gepflegten Jugenstilhauses empfängt uns freundlich der Eigentümer. Wir erfahren dass er im Speckmantel Berlins ein Haus baut und seinen Lebensmittelpunkt dorthin verlegen möchte. Der Rundgang durch die Wohnung offenbart neben zwei geschmackvollen Badezimmern, einem Ankleidezimmer, einer Abstellkammer, jeweils einem Schlaf- und  Kinderzimmer, einem Arbeitszimmer und einer Küche mit Essbereich, ein geräumiges Wohnzimmer mit einer abgehenden Terrasse mit Verbindung zur Küche. Das absolute Highlight dieser Wohnung erlangt man aber über eine Freitreppe zur Dachterrasse die einen imposanten Rundumblick über Berlin erlaubt.

Bewaffnet mit unseren Aktionsplänen laufen wir nach dem ersten Rundgang abermals durch alle Räume. Frau Weiss begleitet uns bei unseren Durchläufen und stellt interessierte Zwischenfragen.Unser Aktionsplan für den darauffolgenden Tag stand nun fest. Zuletzt erhält der Hausherr  noch eine „Hausaufgabe“: Kinderzimmerregal leeren, auf Oberschränken der Küche deponierten Flaschen wegräumen, Wintersachen im Ankleidezimmer aussortieren um Fläche zu schaffen sowie Badutensilien in mitgebrachte Kisten zu verstauen.

Der Home Staging Praxisteil beginnt am nächsten Morgen um 9 Uhr vor Ort. Der Hausherr öffnet uns die Türen und zeigt uns stolz die Ergebnisse seiner Hausaufgaben.  Wir sind beeindruckt von seiner Arbeit.  Nach kurzer Ablaufbesprechung verabschieden wir den Eigentümer in seinen Arbeitstag. Frau Weiss richtet Ihr Mikrofon nicht nur auf unsere Gespräche sondern auch auf alle Nebengeräusche.

Los gehts! „wohnPerfektion trifft Raumgefühl“ – in action. Wir beginnen Raum für Raum unseren verfassten Aufgabenplan abzuarbeiten: Fotos schiessen, wegsortieren, umräumen, sauber machen. Selbst die Maklerin legt freudig für zwei Stunden mit Hand an. Sie ist mittlerweile ein begeisterter und überzeugter Fan unserer Arbeit und hat größte Freude sich jedesmal von dem vorher- nachher Effekt überraschen zu lassen.

Nun erfolgt die Fahrt ins Lager. Frau Weiss begleitet uns und zeichnet Motorengeräusche, kurze Dialoge und am Ziel angekommen das kreischen unserer Garagen-Lagertür auf. Gezielt packen wir Deko- und Wohnaccessoires, Kissen, Decken, Umzugskartons und leere Boxen ein.

Wir hatten uns zuvor auf ein rostrotes Farbspiel in der Wohnung geeinigt, weil wir am Abend zuvor den Sonnenuntergang erleben durften und dieses phänomenale Naturlichtspiel auch am Tage in die Wohnung bringen wollen. Noch kurz den richtigen Farbton im Kaufhaus für Frottierware gekauft und zurück in die Wohnung.

Strukturiert beenden wir Raum für Raum, schiessen finale Fotos und widmen uns dem nächsten Raum. Im Arbeitszimmer sagen wir einer Bibliothekenwand, gefüllt neben Akten, Büchern und allem was auf einem Brett gestellt werden kann, den Kampf an. Mit der Erlaubnis des Hausherrn schaffen wir ein System in dem er sich später noch zurecht finden kann. Eine entdeckte riesige unbenutzte Leinwand hilft uns ungemein, weil wir sie kreativ einsetzen um die eigentliche Größe des Raumes durch die übervollten Regale nicht zu erdrücken. Wer neugierig ist kann sich die vorher- nacher Bilder per link dazu anschauen.

Unsere Helferlein lieferten uns weitere Umzugskartons weil das Ausmass an Büchern doch unsere Erstberechnung überstieg. Stund um Stund nimmt jedes Zimmer sein finales Aussehen ein. Das Finish beginnt; Handtücher gefaltet längs oder doch hängend, Kerzen nebeneinander, hintereinander, zwischendrin Fotos geschossen um zu sehen was wirkt auf dem Foto besser. Kissen gelegt, gestellt, gedreht, Teppichanzahl verändern, Pflanzen Standorte verändern, den „Stagerblick“ angewendet ob nicht irgendwelche Kabel, fremde Fotos, lose Pflanzenblätter oder irgendetwas anderes den Gesamteindruck stören. Fertig! Stativ rausgeholt und los gehts. Foto für Foto bereichert die Speicherkarte, aus allen Winkeln jedes Zimmers. Blend-, Verschlusszeiten und Fokus Korrekturen um später eine gute Auswahl zu haben.

Dachterrasse- ein Traum. Auf unserem Tablett, in der gleichen Farbe wie die Holzgartenmöbel, dekorieren wir frisches Obst. Satte Farben auf dem hellen Lounge-Bett versprechen ein beeindruckendes Foto.

Es ist schon früher Abend, als der Hausherr und die Maklerin sich die Ergebnisse anschauen. Das stets wohlklingende „Aaah“ und „Ooooh“ wird diesmal noch mit einem „na das habt Ihr ja kreativ gelöst; eigentlich war das kaum händelbar“ gespickt. Eine Flasche Champagner wird zum Dank vom Hausherrn geöffnet und unter wohliger Begleitung der untergehenden Berliner Sonne betrachten wir alle gemeinsam unser geschaffenes Werk und geniessen den weiten Blick über die Dächer Berlins.

Hausherr zufrieden, Maklerin zufrieden, „wohnPerfektion trifft Raumgefühl“- k.o. aber zufrieden; nur Frau Weiss vom Deutschlandradio kommentierte: „so viel interessantes Tonmaterial in den 2 Tagen; Ihr wart alle toll, aber wie soll ich daraus einen nur 6 minütigen Beitrag machen…?“ Wir hoben alle die Gläser in den Berliner Abendhimmel und gratulieren schon jetzt dem potentiellen neuen Eigentümer.

Eure Perfektionista der wohnPerfektion

 

© wohnPerfektion

 

 

 



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